Mittwoch, 17. April 2013

Aschenpummel ~ Nora Miedler

Buchinfos
Miedler, Nora: Aschenpummel : Roman
erschienen im Ullstein Taschenbuch Verlag, 2012
270 Seiten
ISBN 978-3-548-28342-5
Taschenbuch - 8,99 €
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Inhalt [lt. amazon.de]
Kein Fettnäpfchen ist so klein, dass Teddy Kis es nicht mit schlafwandlerischer Sicherheit finden würde. Das ist leider auch schon das einzige, was derzeit bei ihr klappt. Ansonsten läuft es gerade nicht so gut: die Mutter eine Tyrannin, die Schwester eine Traumfrau mit Doktortitel, der Job eine Zumutung und von Figurproblemen fangen wir lieber gar nicht erst an. Teddy fühlt sich zu dick, zu doof, zu ungeliebt. Aber es gibt einen Lichtblick: den Pirat und Buchhändler von gegenüber, ihre heimliche Liebe! Und auf einmal ist Teddy wild entschlossen, sich ihren Teil vom Glück zu nehmen, komme, was wolle. Selbstmitleid war gestern, Tussis, zieht euch warm an, jetzt kommt Teddy Kis!

Der erste Satz

Mein Leben war ein Phänomen, denn ich hatte einfach alles.

Eigene Meinung
Leider nur ein eher mittelmäßiges Buch.
Die Protagonistin Teddy, mit vollständigen Namen Thadäa (ich musste es gefühlte 50mal lesen, bis ich auf die weibliche Form von Thadeus gekommen bin! :D), ist eine über dreißig jährige Frau, deren Verhalten eher an eine Pubertierende erinnert, die sich immer noch nicht bewusst ist, dass zu viel Essen nicht schlanker macht, die sich selbst nicht verteidigt und von ihrer Mutter, Schwester und/oder zehn Jahre jüngeren Kollegin mit keinerlei Respekt demütigen lässt. Das nervte mich schon gewaltig zum Einstieg des Buches.

Zum Glück kommt sie aus ihrem Mauerblümchen-Dasein immer mehr herraus und entwickelt sich fortwährend zu einem ehrgeizigen Persönchen. Naja, obwohl... das mit dem Abnehmen, was sie ja anscheinend am meisten stört, nimmt sie nicht ganz so ernst.

Ansonsten ist die Geschichte ganz nett und lädt auch hin und wieder zum Schmunzeln ein. Teilweise kam es mir allerdings schon überzogen vor und nicht ganz realistisch.
Den Abschluss fand ich wiederrum süß und glaubwürdig dargestellt.

Der Schreibstil ist locker und flüssig, somit ließ sich das Buch gut weglesen. Allerdings ging mir das Wort "Shiti" auf den Nerv. Es wiederholte sich für meine Begriffe leider zu häufig.

Fazit
Wer tollpatschige und leicht in Selbstmitleid ertrinkende Frauen gern hat, sollte hier ruhig zugreifen. Meinen Geschmack hat es nicht zur genüge getroffen. An sich aber eine süße Geschichte mit einigen Mankos.
schmedda#3